![]() |
Dies ist eine alte Kopie des GenWiki und spiegelt den Stand vom 8. Mai 2022 wider. This is an old copy of the GenWiki and reflects the status as of May 8, 2022. Please visit us at wiki.genealogy.net |
Lindenberg (Ostp.)
aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Hierarchie :
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Insterburg > Kirchspiel Aulowönen / Aulenbach (Ostp.) > Lindenberg (Ostp.)
Einleitung
Rittergut und G e m e i n d e (Gut, große und kleine Gehöfte), im Kirchspiel Aulowönen/Aulenbach. Schule Lindicken, Amt Juckeln (Buchhof), Standesamt und Gendarmerie Aulowönen/Aulenbach, Post Falkenreut über Insterburg 2.
Am 30.09.1928 Eingliederung des Gutsbezirks Lindenberg in die Landgemeinde Lindicken sowie Umbenennung der Landgemeinde Lindicken_(Ostp) in Gemeinde Lindenberg, wobei Lindicken unter seinem Ortsnamen Lindicken ein Ortsteil der Gemeinde Lindenberg ist.
Am 01.04.1939 wird Wasserlacken (Wasserlauken), unter Fortfall dieses Ortsnamens in die Gemeinde Lindenberg eingegliedert.
Allgemeine Information
Ortsbeschreibung
Lindenberg 11) RG. (Rittergut), Pr.(eußen), Ostpr.(eußen), RB. (Regierungsbezirk) Gumbinnen, Lkr. (Landkreis), AG (Amtsgericht), Bkdo (Bezirkskommando) Insterburg, Stda (Standesamt) Aulowönen, A.(mt) Juckeln, P.(ost) Wanniglauken; 114 E.(inwohner), E.(isenbahn): 1 km: Klbn. (Kleinbahn) (Insterburg-) Juckeln-Mehlauken-Piplin. "aus: Meyer Orts- und Verkehrslexikon (1912)" [1]..
Die Gemeinde lag in ”Klein Litauen (Lithuania minor)"[2] oder ”Preußisch Litauen”, dem nordöstlichen Teil des alten Ostpreußen.
Seine Einwohner waren nach der Reformation überwiegend evangelisch.
Koordinaten
- GPS-Daten : N 54° 78′ 59″ (Breite) - O 21° 69′ 69″ (Länge) [6]
Ortsnamen
- deutsche Ortsbezeichnung (Stand 1.9.1939): Lindenberg (Ostp.), Kreis Insterburg
- vorletzte deutsche Ortsbezeichnung (vor der Umbenennung 1938) :
- (alte) Ortsnamen : ---
Wirtschaft
Im Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche, (Band I) - Das Königreich Preußen (III. Provinz Ostpreußen) 1879 - Seite 198/199 [7]
Lindenberg : Rittergut, 2 Wanninglauken, P(ost) T(elegraph) Angaben aller industrielle Anlagen: Holländische Windmühle, Verwerthung des Viehbestandes resp.(ektive) Züchtungen, speziell Viehracen: Molkerei, Pferdezucht (Verkauf von Remonten)
- Albert Wichgraf: 320,95 ha, davon 190,30 ha Acker incl. Gärten, 119,8 ha Wiesen, 2,85 ha Hutung, -- ha Wald, 8 ha Oedland/Unland/Hof/Wege, -- ha Wasser, Grundsteuerreinertrag in (Reichs)Mark : 3.180,--;
In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, (Band III) 1922 Seite 122/123 [8]
Lindenberg : Rittergut, Wanninglauken P(ost) T(elegraph) Lindenb.(erg) Klb.(Kleinbahn), Aulowönen ST(andesamt), Buchhof A(=Amtsbezirk), Insterburg E (=Eisenbahn), (23km) AG (=Amtsgericht).
- Eberhard Kluge: Grundsteuerreinertrag in (Reichs)Mark : 3.600,--; 450 ha, davon 230 Acker incl. Gärten, 44 Wiesen, 73 Weiden, 98 Holzungen, 8 Unland/Hof/Wege, 40 Pferde, 180 Rinder, davon 75 Kühe, 10 Schafe, 40 Schweine; Telefon: Wanninglauken 1 Rindviehzucht
In Niekammer’s landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, (Band III) 1932 Seite 161 [9]
Lindenberg, Wanniglauken P(ost) T(elegraph) Lindicken E(isenbahn) 2 (km)
- Gut Franz Forstreuter: 124 ha, davon 83 Acker, 35 Weiden, 6 Unland/Höfe/Wege, 18 Pferde, 75 Rinder, davon 35 Kühe, 20 Schweine; Telefon: 12 Hdbv. (Herdbuchvieh)
- Gut Wilhelm Haasler: 83 ha, davon 58 Acker, 23,5 Weiden, 1,5 Unland/Höfe/Wege, 11 Pferde, 36 Rinder, davon 14 Kühe, 8 Schweine; Telefon: 8.
- Gut Hans Hunsalz: 43 ha, davon 31 Acker, 10,5 Weiden, 1,5 Unland/Höfe/Wege, 8 Pferde, 27 Rinder, davon 10 Kühe, 10 Schweine;
- Gut Karl Hunsalz: 82 ha, davon 60 Acker, 20 Weiden, 2 Unland/Höfe/Wege, 15 Pferde, 45 Rinder, davon 17 Kühe, 3 Schafe, 20 Schweine; Telefon: 13 Hdbv. (Herdbuchvieh)
- Rittergut (Mehlauken E.(isenbahn) 15 (km): Eberhard Kluge: Einheitswert in 1000 Rm. (Reichsmark) 283, 450 ha, davon 230 Acker, 44 Wiesen, 73 Weiden, 98 Holzungen, 8 Unland/Höfe/Wege, 40 Pferde, 190 Rinder, davon 75 Kühe, 25 Schweine; Telefon: 1 Rdvz. (Rindviehzucht) Hdbv. (Herdbuchvieh), Hanomag Mpfl. (Motorpflug)
- Gut Hans Lackner: 37 ha, davon 29 Acker, 7 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 7 Pferde, 24 Rinder, davon 10 Kühe, 10 Schweine;
- Gut Hugo Liebchen: Einheitswert in 1000 RM. (Reichsmark) 74,3 - 96 ha, davon 63 Acker, 4 Wiesen, 28 Weiden, 1 Unland/Höfe/Wege, 13 Pferde, 68 Rinder, davon 25 Kühe, 17 Schweine; Telefon: 11 Hdbv. (Herdbuchvieh)
Die Schadensberechnung Landwirtschaft Betriebsliste Gemeinde Lindenberg (Stand 1945 - erstellt 1955) nennt folgende landwirtschaftliche Betriebe:
Gemeindehektarsatz : 740,-- Reichsmark, Gemeindefläche 1.261 ha
- 1. Barkowski, Wilhelm, 5,63 ha
- 2. Brückler, Karl, 18,25 ha
- 3. Forstreuter, Franz und Ehefrau, 125,00 ha
- 4. Kluge, - Erben, 458,25 ha
- 5. Liebchen, Hugo, 96,75 ha
- 6. Nolde, Emil,128,00 ha
- 7. Saemann, Walter, 94,50 ha
- 8. Schaefer, Gustav, 10,50 ha
- 9. Schulz, Erich und Ehefrau, 42,25 ha
- 10. Seidenberg, Martin und Ehefrau, 0,53 ha
- 11. Wiedemann, Franz, 17,50 ha
- 12. Wollert, Emma, 5,88 ha
- -- (Deputant) Fischer, Franz, ---
- -- (Deputant) Kirschberger, Fritz, ---
- -- (Deputant) Seidentoff, Karl, ---
- -- (Deputant) Weidemann, Lisbeth, ---
- -- (Deputant) Wirsing, Fritz, ---
- 13. Gossing, 1,50 ha
- 14. Haasler, Wilhelm, 83,60 ha
- 15. Harpeng, Franz, 33,00 ha
- 16. Hoepfner, Hermann, 6,00 ha
- 17. Hunsalz, Arthur, 82,00 ha
- 18. Hunsalz, Hans, 43,00 ha
- 19. Müller, Ida, 6,00 ha
- 20. Preukschat, Fritz, 1,50 ha
- 21. Resties, Ernst, 25,00 ha
- 22. Brormer, Wilhelm, 2,50 ha
- 23. Schule, ---
Wohngebäude
einschließlich Lindenberg Försterei (* nebst Lindicken und Lindicken Bahnhof aber ohne Wasserlauken
Haushalte
Einwohner
- 110 (1867) [3]
- 111 (1871) davon männlich 50 [3]
- 102 (1905) davon männlich 53 [3]
- 351 (* 1925) davon männlich 157 [3]
- 388 (* 1939) davon männlich 186 [3]
1871 alle preußisch und evangelisch, 25 ortsgebürtig, 33 unter 10 Jahre, 44 können lesen und schreiben, 34 Analphabethen, 1 ortsabwesend; 1905 alle evangelisch, 101 geben deutsch als Muttersprache an, 1 eine andere, (* 1925 350 evangelisch, 1 katholisch, [3]
1939 in der Gemeinde Lindenberg amtlich gezählt: 80 Haushalte, 388 Einwohner, 186 männlich, 67 unter 6 Jahren, 64 zwischen 6 und 14 Jahren, 242 zwischen 14 und 65 Jahren, 15 über 65; es waren tätig 322 in der Land- und Forstwirtschaft, 20 in Handwerk und Industrie, 9 in Handel und Verkehr,; mit Angehörigen ohne eigenen Beruf waren 27 selbständig, 37 mithelfende Familienitglieder, 17 Beamte und Angestellte, 287 Arbeiter [3]
Zahl und Größe der landwirtschaftlichen Betriebe
- 4 zwischen 0,5 - 5 ha [3]
- 3 zwischen 05-10 ha [3]
- 8 zwischen 20-100 ha [3] -->
- 3 über 100 ha [3] -->
Ortsgrundfläche
- 1905 : 320,9 ha, Grundsteuer Reinertrag 10,15 je ha, [3].
- (* 1925 : 987,3 ha, Grundsteuer Reinertrag 8,67 je ha [3]
Politische Einteilung
Provinz : Ostpreußen
Regierungsbezirk : Gumbinnen
Landkreis : Insterburg [10] [11]
Amtsbezirk : Juckeln (Buchhof) [12]
Gemeinde : Lindenberg [Kr. Insterburg]
Kirchspiel : Aulenbach (Ostp.)
im/in : nördlich des Pregel
bei : 19 km nordwestlich v. Insterburg
Weitere Informationen
Orts-ID : 56294
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung : '
Fremdsprachliche Ortsbezeichnung (Lautschrift):
russischer Name :
Kreiszugehörigkeit nach 1945 :
Bemerkungen aus der Zeit nach 1945 : Der Siedlungsplatz existiert nicht mehr
weitere Hinweise :
Staatszugehörigkeit : Russisch
Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) -- [13]
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Zugehörigkeit : [3]
- Kirchspiel Aulowönen --> Kirchenkreis Insterburg --> Kirchenprovinz Ostpreußen --> Kirchenbund Evangelische Kircher der altpreußischen Union
Katholische Kirchen
zur Zeit keine Informationen
Rittergut Lindenberg
Durch Privileg vom 26.6.1697 verlieh Oberforstmeister Georg Adam von Schlieben dem Kämmerer Johann Ludolph Lacken als Akquirenten von Lindenberg Brau und Brennerei-Gerechtigkeit, auch sollte im ganzen Alischker Beritt auf Schatull-Land kein neuer Krug etabliert werden und die vorhandenen ihr Getränk von Lindenberg nehmen.
Zu Lindenberg gehörte früher auch das Gut Alischken. Beide Güter wurden laut Privileg vom 29.9.1745 dem Pierre Wallis oder Willis verliehen. Nach diesem Privileg soll Lindenberg 16 Hufen 10 Morgen 45 Quadratruten haben. Laut Vertrag vom 31.3.1745 war der Krug in Lindicken mit 1 Hufe 7 Morgen 69 1/2 qr dazu gekauft. Die Gerechtigkeit aus dem Privileg vom 26.6.1697, alle Krüge im Alischker Beritt mit Getränk zu versehen, wurde dem P. Wallis durch die Verschreibung vom 29.9.1745 erneuert.
1756 nahm die Kriegsrätin Christiane Susanne Pantzer, geborene Coeler, verwitwet gewesene Amtmann Grünland, Lindenberg in der Erbschaft für 5200 T. an. 1763 hatte der Kriegsrat Pantzer das Vorwerk Wilkowiszken mit 4 Hufen 18 Morgen 294 Quadratruten vom Vorbesitzer Riemann für 4400 Gulden zugekauft. Christoph Albrecht Pantzer war von Trinitatis 1781 bis dahin 1787 Generalpächter von Mehlauken und 1789 schon tot. Wegen der Schankgerechtigkeit gewann Pantzer einen Prozeß, auf dessen Erkenntnis vom 18.5.1765 das Amt Salau und Amt Lappönen verurteilt wurden, namentlich die Krüge in den Dörfern Lindicken, Pesseln, Skardupönen und Szemlauken abzustellen und den Debit der Krüge in Wanniglauken und Aulowöhnen an Einsassen auf Schatulland im Alischker Beritt zu inhibieren.
Durch die Privilegien von 1745 und 1766 war dem Gut Lindenberg Weide - Gerechtigkeiten in der königlichen Forst verliehen. Laut Vertrag vom 11.12.1766 wurden die bei Seckenburg belegene Wiese von 4 H. 18 M. 26 qr an den Fiskus gegen das im Sternberg´schen Beritt belegene Bieberbruch mit einer Waldwiese zusammen 2 Hufen 28 Morgen und 2 Hufen 23 Morgen 260 qr Wiesen am Timber cumonere eines an das Amt Salau zu zahlenden Kanons von jährlich 35 T 49 gr 18/25 Pf vertauscht.
In selben Jahr vertauschte die Pantzer die Bienka Wiese auch an den Fiskus gegen 6 Hufen 21 Morgen 260 Quadratruten. Durch Vertrag vom 11.8.1790 gab die Pantzer den Krug in Lindicken mit 2 Morgen oletzkoischer Wiesen an der Timber gegen einen jährlichen Kanon von 15 T. in Erbpacht. Die Witwe Pantzer verkaufte Lindenberg am 1.6.1791 an den Kapitän von Knoblauch für 27000 T. Dieser trat es 1793 an seinen Sohn O. C. von Knoblauch für 32000 T. ab, der es 1796 an den Leutnant H. v. Drehsler für 40000 verkaufte.
1802 war es an Wolfgang Forstreuter verpachtet, der es auch am 6.3.1804 in der Lizitation von Heinrich von Drehsler für 52500 T. erstand. Nach Forstreuters Tod pachtete es dessen Sohn lt. Vertrag vom 16.7.1826 von der Mutter, der Witwe, die es laut Vertrag vom 7.6.1828 für 30000 in der Erbteilung angenommen hatte. Die Pacht endete am 1.6.1832.
Forstreuter klagte aus dem Privileg vom 26.6.1697 und 29.9.1745 wegen der dem Gut verschriebenen Schankgerechtigkeit gegen die Krüge zu Skardupönen, Szemlauken, Swarnen, Tabaken, Albrechtshöfen und Lindecken und gewann auch in erster Instanz. Forstreuter hatte lt.Vertrag vom 26.1.1811, bestätigt 27.8.1812 den zum Sternberg´schen Revier gehörigen Gartenwald vom Fiskus für 10000 T, zahlbar in Staatspapieren zum Nennwert und gegen Aufgabe seiner Weide - Berechtigung in der königlichen Forst aus den Verschreibungen von 1745 und 1766 angekauft. Das Vorwerk Wilkowiszken war 1834 an Fr. Forstreuter abverkauft. 1835 sequestierte es Plenio für die Landschaft, Kurator war Hoffmann. 1836 verkauften es die Forstreuterschen Erben an O.W.A. Wichgraf für 27000 T. in notwendiger Subhastation.
Es ist zweimal landschaftlich taxiert, 1788 auf 27688 T. 40 gr und 1839 auf 23406 T. 27 gr 9 Pf. Nach der letzten Taxe hatte es 1505 Morgen 55 Quadratruten Land und 693 Morgen 85 qr Wald. Gesamt 2198 Morgen 140 qr. Fiskalische Abgaben damals 197 T. 17g 6Pf.
1835 hatte es:
Bezeichnung | Morgen | Quadratruten | Bezeichnung | Morgen | Quadratruten | |
---|---|---|---|---|---|---|
Hof- und Baustellen | Wald | |||||
Gärten | Wege, Gräben, Unland | |||||
Acker | Timber Wiesen | |||||
Wiesen | Gartenwald | |||||
Hütung | GESAMT |
In dem Gartenwald hatten die Aufhütung:
- 1. Laut Verschreibung von 1766 der Förster Elwanger zu Wilkowißken von seiner kölmischen Besitzung von 1 Hufe 3 Morgen mit 18 Stück Großvieh gegen 6 gr Weidegeld.
- 2. Das kölmische Gut Wilkowißken von 74 Morgen 125 Quadratruten
- 3. und 4. Die beiden Kölmer zu Szalgirren mit 20 Stück Großvieh, gegen 20 gr preußisch pro Stück von ihren Besitzungen von 120 Morgen. Diese Weide - Gerechtsamen wurden 1864 durch Abtretung einer Parzelle von 79 Morgen 57 qr an die Berechtigten abgelöst.
Hat nach der Grundsteuer-Rolle im Kreis Insterburg :
Bezeichnung | Morgen | Quadratruten | Bezeichnung | Morgen | Quadratruten | |
---|---|---|---|---|---|---|
Hoflager | Wiesen | |||||
Garten | Weide | |||||
Acker | Unland | |||||
GESAMT |
Reinertrag 1060,16 T. Grundsteuer 101 T. 15 sgr 1 Pf. Im Kreis Labiau hat es Wiesen zu beiden Seiten des Timber Kanals, 3/8 Meilen unterhalb Piplinn und über 2 Meilen von Lindenberg.
Bezeichnung | Morgen | Quadratruten | Bemerkung |
---|---|---|---|
Wiesen | |||
Weiden | Diese Weiden und der Wald grenzen in guter Arrondierung mit den Lindenberger Ländereien im Kreis Insterburg | ||
Holzungen | |||
GESAMT |
Reinertrag 284,26 T. Grundsteuer 27 T. 6 sgr 6 Pf Danach ergibt sich:
Lindenberg im | Hof | Garten | Acker | Wiesen | Weiden | Hölz | Unland | SUMME |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Kreis Insterburg | ||||||||
Kreis Labiau | ||||||||
SUMME (in Morgen und Qr) |
Taler | Groschen | Pfennig | Taler | Groschen | Pfennig | |||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Grundsteuer in Insterburg | Domainenzins für den Krug in Lindieken | |||||||
Grundsteuer in Labiau | Schule in Lindieken Gehalt | |||||||
Gebäudesteuer | Schule Weide Entschädigung | |||||||
Domainenzins für Lindenberg | Rente für fehlenden Schulmorgen | |||||||
Kirche Aulowöhnen Dezem | ||||||||
GESAMT |
Roggen | Gerste | Hafer | Holz | Heu | Stroh | Bauholz | |
---|---|---|---|---|---|---|---|
in Scheffel/Metzen | in Scheffel/Metzen | in Scheffel/Metzen | Klafter | in Ztr/Pfd | in Ztr/Pfd | ||
Schule in Lindieken | |||||||
Pfarrer | |||||||
Präzentor |
(1907 Lindenberg Gutsbezirk, Landkreis Insterburg) - Aufzeichnung aus Familienforschung Familie Otte [14]
Geschichte
- 1681 mit 10 1/2 Hufen genannt.
- 1753 Besitzer des Gutes, das 6.000 Taler wert war, ist der verwitwete Amtmann Christine Catarina Susanne Grüvland, eine Tochter des Amtsrats Coler auf Linkuhnen.
- 1777 Wir der Wer des Gutes auf 16.000 Taler geschätzt, Besitzer ist Kriegsrat Panzer, er war seit dem Jahre 1756 Generalpächter des Amtes Mehlauken, sein einziger Sohn studierte in Königsberg.
- 1785 Adlig Hauptgut, 4 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Insterburg, Amt Insterburg, Kirche Saalau, Patron Kriegsrat Panzer
- 1815 Adlig Hauptgut, 5 Feuerstellen, 79 Bewohner, Kirche Aulowönen.
- 1826 das Patrimonialgericht Lindenberg vertritt Justizassessor Mehlhorn I:
- 1857 in der Handmatrikel der in sämtlichen Kreisen des Preußischen Staates auf Kreis- und Landtagen vertretenen Rittergüter vermerkt als Rittergut, Besitzer Wickgraf
- 1897 ist Rittergutsbesitzer Wickgraf Mitglied der Alterstumgesellschaft Insterburg
- 1914 im August wurde im Dorf von den Russen deutsche Männer als Gefangene zusammengetrieben und zum Abtransport sortiert.
Nach 1945 berichten Heimkehrer: Das Gutshaus ist abgebrannt, alle anderen Gebäude stehen, einschließlich Deputantenhäuser. 1947 würde hier eine Kolchose eingerichtet und in der Hauptsache Schafe und Jungvieh untergebracht [3]
Dokumente zu Lindenberg
Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen (1922) Deckblatt [1] |
Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen (1922) Seite 122 [2] |
Niekammer´s Band III - Provinz Ostpreußen (1922) Seite 123 [3] |
(1932) Deckblatt [4] |
(1932) Seite 161 [5] |
Bildmaterial
Wir suchen noch Fotos von Rittergut und der Gemeinde Lindernberg (Kreis Insterburg) für eine Veröffentlichung an dieser Stelle. Sollten Sie Bilder oder interessante Informationen haben, würden wír uns über eine Kontaktaufnahme freuen :
info@kirchspiel-aulenbach.de
Genealogische und historische Quellen
Quellen
- ↑ Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reiches, Leipzig und Wien, Bibliographisches Institut (1912), 5. Auflage, Band II, Seite 73
- ↑ Artikel Kleinlitauen. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
- ↑ 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 3,17 3,18 3,19 3,20 3,21 Kurt Henning, Charlotte Henning: Der Landkreis Insterburg, Ostpreußen. Ein Ortsnamen-Lexikon. o. O. [Grasdorf-Laatzen] o. J. [1981], S.94
- ↑ Ostpreußens Rinder und ihre Zuchtstätten, Band I Ostpreußische Herdbuchgesellschaft e.V. Königsberg-Insterburg, jetzt Köln (1974)
- [1][2][3][8] Niekammer´s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher Band III - Provinz Ostpreußen (1922) auf der Webseite Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)
- [4][5][9] Niekammer´s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher Band III - Provinz Ostpreußen (1932) auf der Webseite Digitalisat der Elbląska Biblioteka Cyfrowa (Digitale Bibliothek der Elbinger Stadtbibliothek)
- [6] Lindenberg (Ostp.) (Lindicken) Ksp. Aulowönen auf der Webseite Google maps 2013
- [7] Lindenberg (Ostp.) im Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche,(Band I) - Das Königreich Preußen (III. Provinz Ostpreußen)1879 - Seite 198/199 auf der Website der Digitalen Biblothek Kujawsko Pomorska (Digitale Biblothek der Universitätsbibliothek Toruń, Polen)
- [10] Stadt und Landkreis Insterburg auf der Webseite Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990, 2013
- [11] Landkreis Insterburg auf der Webseite Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Rolf Jehke, Herdecke., 2005
- [12] Amtsbezirk Buchhof auf der Webseite Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Rolf Jehke, Herdecke., 2005
- [13] Lindenberg auf der Webseite Ortsinformationen nach D. LANGE, Geographisches Ortsregister Ostpreußen, 2005
- [14] Lindenberg, Gutsbezirk (1907) auf der Webseite Aufzeichnungen aus Familienforschung Familie Otte, 2013
- [15] Lindenberg auf der Webseite Genealogisches Ortsverzeichnis: Verein für Computergenealogie, 2013
- [16] Messtischkarte 1296 Gr. Berschkallen auf der Webseite MAPSTER - Archivkarten für Polen und Mitteleuropa, 1934
Genealogische Quellen
- Kirchenbuchbestände :
Viele der Kirchenbücher sind in den Wirren der Zeit unwiderruflich vernichtet worden. Nachfolgend eine Übersicht der Bestände der Kirchenbücher der evangelischen Kirchengemeinde Aulenbach (Aulowönen) / Ostp.
Adressbücher
- Einträge aus Lindenberg in der Adressbuchdatenbank.
Bibliografie
- Volltextsuche nach Lindenberg in der Familienkundlichen Literaturdatenbank
Genealogische Bibliografie
- z. Zt. kein Ortsfamilienbuch vorhanden
In der Digitalen Bibliothek
Verschiedenes
Karten
Lindicken (Kreis Insterburg)auf der Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil I/IV: Blatt 31. Skaisgirren 1862
Weblinks
Offizielle Webseiten
GOV-Kennung : LINERGKO04US [15]
Messtischblatt : 1296 (12096) [16] | Messtischblatt Jahr : 1934
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der Zugriff jedoch, aufgrund der unklaren Lage durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), vorerst deaktiviert.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
The service is not available. Please try again later.